Ein Buch über den Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek

Detail aus dem Buchcover

Im Wiener Metro Kino des Filmarchivs Austria wurde am 22.6.2010 das Buch “Filme malen. Der Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek” präsentiert. Für den Herausgeber, den Historiker und Stadtforscher Peter Payer, macht es aus verschiedenen Gründen Sinn, sich mit der Arbeit dieses Vertreters “eines heute ausgestorbenen Berufsstandes zu beschäftigen”. Paryzeks Schicksal war mit der Entwicklung des österreichischen Kinolandschaft eng verwoben. Von 1929 bis 1974 war der gelernte Schildermaler, der sich immer mehr als Handwerker denn als Künstler empfand, in Wien als Gestalter von Filmplakaten tätig. Er entwarf viele Sujets für Druckvorlagen, seine Spezialität aber waren die großen handgemalten Unikate, die an den Kinofassaden vor Ort für die Filme werben sollten. Formate von 18 mal 6 Meter waren da keine Seltenheit. Nach langen erfolgreichen Jahren musste Paryzek 1974 sein Atelier auflösen. Das Fernsehen hatte immer mehr Kinos verdrängt, viele von ihnen sperrten zu und benötigten diese spezielle Art der Werbung nicht mehr.

Zu dem vor allem aus film- und kinohistorischer Sicht interessanten Werk haben neben dem Herausgeber Robert Buchschwenter, Robert Gokl, Julia König-Rainer, Ilse Nerber und Christian Maryška Beiträge geliefert.

Wertvolle Hilfe für das Zustandekommen der Publikation hat die Plakatsammlung der Wienbibliothek geleistet. Dazu deren Leiterin Julia König-Rainer: “Die Arbeit entstand in enger Kooperation mit der Wienbibliothek. Die Bibliothek hat nicht nur das Werkverzeichnis, sondern auch einen Großteil der Abbildungen beigesteuert.”

Payer, Peter (Hg.): Filme malen. Der Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek, Salzburg 2010.

Weitere Informationen:
http://www.stadt-forschung.at/downloads/Paryzek.pdf