Ein Jahr AUSTRIAN POSTERS

Der Beginn: AUSTRIAN POSTERS am 23.5.2010

„Österreichische Designerinnen und Designer haben entscheidende Impulse zur Entwicklung der modernen visuellen Kommunikation gegeben. Obwohl ihre Werke weltweit rezipiert wurden, ist über die Personen und über die Entstehung ihrer Arbeiten relativ wenig bekannt. Diese Website soll nicht nur Informationen zu den Grafikerinnen und Grafikern vermitteln, sondern auch Materialien zu kulturhistorischen Aspekten des österreichischen Plakats anbieten. Ein wesentlicher Ansatz dabei ist die Einbindung der Thematik in einen internationalen Kontext. Ergänzt wird die Darstellung zur Plakatkunst um weitere Aspekte der internationalen Populärkultur.“ Mit diesem Mission Statement ging vor genau einem Jahr die Internetplattform AUSTRIAN POSTERS online. Die damalige Feststellung hat nach wie vor Gültigkeit, wenn auch durch die Aktivitäten von AP die Rezeption des österreichischen Grafikdesigns etwas verbessert werden konnte: 54 aktuelle Meldungen, Rezensionen und Ausstellungsbesprechungen von verschiedenen Autorinnen und Autoren zum Thema Plakat, sechs ausführliche Interviews zum Thema, vierzehn wissenschaftliche Beiträge und acht dokumentarische Texte von Karl Kraus über Adolf Loos bis Joseph Roth wurden seitdem veröffentlicht. Bildessays zu den Themen „Plakatsäulen“ und „Plakatieren verboten!“ ergänzen das Angebot im optischen Bereich. In einer ausführlichen Spezialbibliographie mit derzeit 270 Eintragungen soll eine komplette Aufstellung der Literatur mit Bezug zum Thema „Österreichisches Plakat“ geboten werden.

Positive Reaktionen auf die Site kamen erstaunlich rasch: Der „Marktführer“ in diesem Bereich, „René Wanner’s Poster Page“, brachte bald einen Hinweis auf AUSTRIANS POSTERS und nahm dies auch zum Anlass, in seine umfangreiche Linkssammlung die Rubrik „Austria“ einzuführen. Der Interessensvertretung designaustria war die Site ebenso eine eigene Meldung wert. Grafiker, wie etwa Stefan Sagmeister, reagierten positiv: „das liest sich sehr fein…“ – so sein Urteil.

Erfreulich waren auch die Reaktionen von jenen, die sich publizistisch mit Plakat und Grafik beschäftigen – relativ bald wurde das Unternehmen zu einer echten Plattform, auf der sich Experten austauschen und informieren. Symptomatisch dafür war der Beitrag von Christian Maryška zum Thema „Stauraum für den Plakatsammler“, auf den ein Illustrationsvorschlag vom Leiter des Deutschen Plakat Museums, René Grohnert, folgte und dann noch ein eigener Beitrag von ihm: „Stauraum für den Plakatsammler (2)“. Die beiden Joseph Roth-Spezialisten Rainer-Joachim Siegel und Helmut Peschina machten auf einen bisher unbekannten Roth-Text über eine Jupp-Wiertz-Ausstellung aufmerksam, der seitdem auf der Site zugänglich ist.

Das wesentliche Ziel der Website wurde ebenso rasch erreicht: Sie wird im Netz gefunden und benutzt: Bei Google sind die Inhalte sowie die publizierenden Autorinnen und Autoren hervorragend gerankt. Ab September 2010 wurde ein Zählwerk eingeschaltet und die Statistik ergibt seitdem nicht weniger als 6406 Besuche, was für eine special-interest-Site als sehr gut zu bewerten ist. Die meisten Besucher kommen derzeit aus Österreich gefolgt von Deutschland, der Ukraine, der Schweiz, Russland, USA und Japan.

Die Entwicklung des Layouts ging von der Grundidee aus, eine möglichst übersichtlich und klar gestaltete Site mit einfacher Navigation und schnellem Seitenzugriff zu erstellen. Beispiele dafür sind das statische, immer sicht- und zugreifbare Menü und die kompakte Form der einzelnen Seiten, um rasche Ladezeiten zu erzielen. Dieser Prozess nahm einige Monate in Anspruch mit immer wieder neuen Ideen, die geboren und wieder verworfen wurden.

Ein weiteres Ziel war eine gute Suchmaschinenpräsenz. Diese wurde durch entsprechende „Keywords“ im Quelltext, die Anmeldung bei den „Google Webmaster-Tools“ sowie die konsequente Einhaltung der W3C-Richtlinien erreicht.

AUSTRIAN POSTERS besteht zur Zeit aus insgesamt 126 Einzelseiten mit 317 Abbildungen. Trotz dieses bereits umfangreichen Inhaltes und einiger Multimedia-Elemente (Audio-Ausschnitte aus zwei Interviews und ein Videobeitrag) belegt die gesamte Site nur 24.5 MB Speicherplatz.

Gehostet wurde AUSTRIAN POSTERS anfänglich bei einem kostenlosen Provider. Leider waren die Erfahrungen nicht sehr gut, da es des Öfteren zu Ausfällen und unerwünschten Werbeeinblendungen kam. Daher erfolgte Ende 2010 die Übersiedlung zu dem österreichischen Provider i5NEXT, mit dem nun eine schnelle und zuverlässige Anbindung gewährleistet ist.