Vienna Design Week

Die Design Week in Wien (Foto: Lisa Klarenbach)

Diese Woche beginnt in Wien mit der achten „Vienna Design Week“ Österreichs größtes Designfestival, das diesmal über 150 Veranstaltungen bietet. Vom 26. September bis zum 5. Oktober können sich Besucherinnen und Besucher über die verschiedensten Aspekte des Produkt-, Industrie- und Kommunikationsdesigns informieren. Erstmals wird es dieses Jahr auch eigene Architektur-Specials geben.

Das Festivalzentrum im barocken Palais Schwarzenberg ist dabei selbst eine architekturhistorische Besonderheit. Mit Orangerie, Möbellager, Silberkammer und Prinzenwohnung werden Räume zu besichtigen sein, die bisher noch nie öffentlich zugänglich waren. Die örtliche Konzeption der Designwoche erläutert Festivalleiterin Lilli Hollein folgendermaßen: „Vom Palais Schwarzenberg aus kann man dann in die unterschiedlichen Zonen des dritten Bezirkes ausschwärmen, der heuer unser Fokusbezirk ist. Die Programmpartner – vom neu gegründeten Designbüro bis zum Museum mit 150-Jahres-Jubiläum – tragen einen wesentlichen Teil zum einzigartigen Programm des Festivals bei“.

Ein thematischer Schwerpunkt der „Vienna Design Week“ ist diesmal dem Gastland Ungarn und dessen enorm vielfältigen kreativen Potenzial gewidmet: „In diesem Jahr“, so Lilli Hollein, „teilen wir mit dem Land eine Grenze und feiern auch gleich das Jubiläum, dass diese seit nunmehr 25 Jahren ohne Stacheldraht und Maschinengewehre auskommt.“

Im Bereich Grafikdesign wird es unter der Kuratorenschaft von Lilli Hollein und Erwin K. Bauer ein Labor der „Vienna Design Week“ geben, das sich dem interdisziplinären Arbeiten an der Schnittstelle von Produktgestaltung und Kommunikationsdesign widmen wird. Die Besonderheit dabei ist, dass alle Gestalterinnen und Gestalter völlig auf digitale Unterstützung verzichten und – welch paradigmatischer Wechsel der Fortschrittsidee – mit analogen Werkmitteln, wie Pinsel, Farbe, Papier, Gips und Leim, auskommen werden.

Das gesamte grafische Erscheinungsbild der Designwoche mit Plakaten und Programmheft wurde von „Bueronardin“ gestaltet.

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