Musée des Beaux-Arts Jules Chéret

Jules Chéret, Details aus dem Gemälde „Le Dejeuner sur l’herbe“, 1904

Etwas abseits vom Touristentrubel liegt in Nizza das „Musée des Beaux-Arts Jules Chéret“. Das Gebäude, das heutzutage eine bemerkenswerte Kunstsammlung beherbergt, war 1878 als Palais für die ukrainische Prinzessin Elisabeth Kotchoubey errichtet worden. Mitte der zwanziger Jahre wurde die malerische Villa von der Stadtverwaltung Nizza gekauft und am 7. Januar 1928 unter dem Namen „Palais des Arts Jules Chéret“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Nizza

Dass das Museum nach Jules Chéret (1836–1932), dem damals in Nizza lebenden Altmeister des Plakats, benannt wurde, geht einerseits auf die Idee zurück, den damals weithin anerkannten Künstler zu ehren, und hängt andererseits mit dem großen Bestand an Arbeiten von Chéret in der städtischen Kollektion zusammen. Der Sammler Baron Joseph Vitta hatte der Kommune 250 Arbeiten Chérets geschenkt, und Maurice Fenaille, ebenfalls ein Förderer und Sammler von Chéret, hatte die Etablierung des Museums großzügig unterstützt.

Musée des Beaux-Arts Jules Chéret (Alle Fotos: B. Denscher)

Musée des Beaux-Arts Jules Chéret (Alle Fotos: B. Denscher)

Das „Musée des Beaux-Arts Jules Chéret“ verfügt heute über eine beeindruckende Kollektion an Werken vom 16. bis in das 20. Jahrhundert, in der neben vielen anderen so bedeutende Künstler wie Agnolo Bronzino, Jean-Honoré Fragonard, Pierre Bonnard, Gustave-Adolphe Mossa oder Raoul Dufy, vertreten sind.

Chéret-Saal

Chéret-Saal

Weitere Hinweise:
Bargiel, Réjane – Ségolène Le Men (dir.): La Belle Époque de Jules Chéret. De l’affiche au décor, Paris 2010.

Beitrag teilen: