Zürich: Verbrechen lohnt sich

Anatomy of a Murder, Regie: Otto Preminger, Plakat, Design: Saul Bass, 1959, Plakatsammlung, Museum für Gestaltung Zürich, © Park Circus (Ausschnitt)

Nein, es geht hier nicht um Steuerhinterziehung und Schweizer Schwarzgeldkonten, sondern um eine neue Ausstellung des „Museums für Gestaltung“ in Zürich: Verbrechen lohnt sich nämlich, wenn es um die Geschichte des Kriminalfilms geht. Denn kaum ein Genre des Kinos und Fernsehens war und ist derart populär und erfolgreich wie der Krimi.

Die Schau ist in vier Teile gegliedert: Über 100 Filmplakate aus 100 Jahren illustrieren die spannende und spannungsgeladene Entwicklung des Genres. Film-Stills, Aushangfotos und Reklame-Trailer ergänzen die Präsentation. Der zweite Teil der Ausstellung ist der Produktion der Filme gewidmet. In einem nachgebauten Kommissariat werden die speziellen Illusionstechniken veranschaulicht und erlebbar gemacht. Im dritten Teil werden die verschiedenen Subgenres des Kriminalfilms, wie Detektiv, Polizei- oder Gangsterfilm sowie Krimikomödien, Kinderkrimis und True Crime-Movies aufgearbeitet. Am Schluss dieses Weges durch Gut und Böse wird am Beispiel von 150 Ausschnitten aus Kino- und TV-Filmen die Dramaturgie des Genres analysiert. Hier hat das nie um originelle Themen verlegene Team des Zürcher „Museums für Gestaltung“ wieder einmal ein wegweisendes Projekt vorgelegt.

Ein sehenswerter kurzer Animationsfilm wirbt für die Ausstellung auf Youtube:
Verbrechen lohnt sich – Der Kriminalfilm – YouTube.

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