Das neue „vorarlberg museum“

Das neue „vorarlberg museum“ (Alle Fotos: B. Denscher)

Die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz hat eine neue Sehenswürdigkeit, denn vor kurzem wurde nach einer mehrjährigen Umbau- und Erweiterungsphase das „vorarlberg museum“ wiedereröffnet. Begonnen hatte die Neupositionierung des früheren Landesmuseums mit einem neuen grafischen Erscheinungsbild, wofür der renommierte Designer und Auslandsvorarlberger Stefan Sagmeister gewonnen werden konnte.

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Unter Integration der alten, denkmalgeschützten Bezirkshauptmannschaft haben „Cukrowicz Nachbaur Architekten“ nun ein sehr imposantes Gebäude geschaffen. Das architektonische Pathos steigert sich noch im Inneren mit dem mehrere Stockwerke umfassenden Atrium und lässt die Frage hochkommen, ob diese Form der Repräsentation angesichts der ausgestellten Sammlungen des Museums – mit bäuerlichem Hausrat und vielen Kuhglocken – tatsächlich die adäquate visuelle Sprache darstellt.

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Die Ausstellungsflächen selbst sind jedoch in Form von sehr angenehmen und gut funktionierenden Räumen umgesetzt, und auch inhaltlich hat das neue Landesmuseum einiges zu bieten. Derzeit sind nicht weniger als fünf Ausstellungen zu sehen: „Lustenau Lagos African Lace“, „Vorarlberg. Ein Making-of“, „Römer oder so“, „Sein & Mein“ und „buchstäblich vorarlberg“. Alle Präsentationen sind von einem breiten kulturwissenschaftlichen Ansatz geprägt, kostbaren Kunstwerken werden Alltagsgegenstände gegenübergestellt, und auch Schildern und Plakaten wird dabei ein bedeutender dokumentarischer Wert zugemessen. Es ist zu hoffen, dass in diesem Sinn das Museum auch der Geschichte des bedeutenden Vorarlberger Grafikdesigns bald eine eigene Schau widmen wird.

Weitere Hinweise:
vorarlberg museum

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