Krieg an der Wand

In der Ausstellung im Innenministerium (alle Fotos: B. Denscher)

„Krieg an der Wand. Der Erste Weltkrieg im Spiegel internationaler Plakate“ lautet der Titel einer Ausstellung, die derzeit in der Sala Terrena des Bundesministeriums für Inneres in Wien gezeigt wird. Zusammengestellt wurde die Schau vom Plakatsammler und -publizisten Erik Eybl, der dafür auf seine eigene, umfangreiche Kollektion zurückgreifen konnte. In rund 100 Plakaten aus zehn Staaten werden der propagandistische Krieg der Bilder und Worte von Seiten der verschiedenen Mächte, aber auch das Alltagsleben im Krieg deutlich.

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Erik Eybl hat nicht nur bereits 2004 in Wien eine Ausstellung zu französischen und österreichischen Plakaten des Ersten Weltkriegs gezeigt und 2005 in Kötschach-Mauthen eine Überblicksschau zu diesem Thema gestaltet, sondern auch 2010 die reich illustrierte Publikation „Information. Propaganda. Kunst. Österreichisch-ungarische und französische Plakate des Ersten Weltkriegs“ herausgegeben. Der aktuellen Ausstellung merkt man die intensive Beschäftigung Eybls mit dem Thema an: mit zusätzlichem Material – wie etwa mit Flugblättern, Fotos, militärischen Kopfbedeckungen und einem Film mit historischem Bildmaterial –, verstand er es gemeinsam mit dem KuratorInnenteam des Innenministeriums, ein packendes und auch bedrückendes Panorama der Jahre 1914 bis 1918 zu entwerfen. Zur Ausstellung ist auch ein reich illustrierter Katalog erschienen.

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Die sehenswerte Schau ist noch bis 28. Februar, jeweils Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr, in der Sala Terrena des Bundesministeriums für Inneres in der Herrengasse 1-7 im 1. Wiener Gemeindebezirk zu besichtigen. Da sich der Ausstellungsraum in der Sicherheitszone des Ministeriums befindet, ist ein Besuch allerdings nur in Gruppen nach Voranmeldung möglich (Bürgerservice und Auskunftsstelle – Telefon: 53126/3100).

Krieg an der Wand. Der Erste Weltkrieg im Spiegel internationaler Plakate (Sammlung Eybl), [Ausstellungskatalog], 13. Jänner bis 28. Februar 2014, Bundesministerium für Inneres, Wien 2014.